6,6 Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach: Ein Maß [a] Weizen für einen Denar, und drei Maß Gerste für einen Denar; doch das Öl und den Wein schädige nicht!
Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach:
Der Auftrag wird dem dritten Reiter aus der Mitte der vier lebendigen Wesen erteilt. Da diese den Thron umgeben, ist es der Eine, der auf dem Thron sitzt, der diesen Auftrag erteilt. Gott selbst spricht.
Ein Maß [a] Weizen für einen Denar, und drei Maß Gerste für einen Denar;
Ein Denar entsprach in etwa einem Tageslohn. Und ein Quart Weizen oder drei Quart Gerste entsprachen dem täglichen Nahrungsmittelbedarf. Dies bedeutet folglich, dass während der „Hungersnot“ unser gesamter Lohn für unsere Ernährung aufginge. Vorbei wäre es mit dem luxuriösen Leben!
doch das Öl und den Wein schädige nicht!
Dies wurde von Bibelgelehrten auf verschiedene Weise ausgelegt. Auf einer rein physischen Ebene würde dies bedeuten, dass die Reichen weiterhin ihren Luxus genießen werden; auf einer symbolischen und geistlichen Ebene würde es darauf hinweisen, dass dem Heiligen Geist weiterhin gestattet sein sollte, seine Aufgaben auf der Erde wahrzunehmen.
Im Stiftszelt wurde Öl ausgiebig verwendet. Olivenöl war das Öl für die Lampen im Tempel (2. Mose 27,20–21). Und die Lampe sollte ununterbrochen brennen. Somit könnte man sagen, dass die Gemeinden in dieser Zeit aufblühen werden.
Zu Jesu Zeiten wurden Öl und Wein als medizinische Behandlung eingesetzt, wenn jemand verletzt war. Dies war auch im Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“ (Lukas 10,25–37) der Fall. Das durch die Hungersnot verursachte Leid ließ sich womöglich durch Öl und Wein lindern.
[a] w. ein Getreidemaß von ca. einem Liter, das den Bedarf eines Tages fasste.