6,5 Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand.
Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm und sieh!
Das dritte lebendige Wesen trägt das Antlitz eines Menschen – sofern es sich hierbei tatsächlich um das dritte lebendige Wesen aus Offenbarung 4,7 handelt. Erneut lautet der Befehl: „Komm!“ Dies legt nahe, dass das lebendige Wesen diese Pferde und ihre Reiter dazu anstiftet, ihre schrecklichen Taten zu vollbringen. Und diese schreckliche Tat wird die gesamte Menschheit betreffen – wie wir noch sehen werden!
Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand.
Die Farbe SCHWARZ wird mit Hungersnot in Verbindung gebracht; Klagelieder 4:1-12 weist darauf hin, dass die Haut „schwärzer als Ruß“ wird. Christus deutete an, dass Hungersnöte ein Teil der Trübsal sein würden:
Verglichen mit dem Bogen (dem ersten Pferd) und dem großen Schwert (dem zweiten Pferd) wirken die Waagen harmlos; DOCH die Rationierung von Nahrung kann bisweilen die grausamste Waffe sein. Sie wurde von Ezechiel in Ezechiel 4,10.16–17 vorhergesagt und im Laufe der Geschichte schon unzählige Male eingesetzt, um einen Feind zu besiegen oder zumindest zu schwächen.
Auch Hunger ist eine Form der Folter. Klagelieder 5:1-18 zeigt, dass man töten konnte, nur um das Brot eines anderen zu bekommen. Jeremia (Jeremia 14:1-9) fleht um Gnade für die Dürre, und wie zu seiner Zeit wird es auch jetzt so sein, dass Gottes Gericht weitergehen wird.
Interessant ist, dass der durch das zweite Pferd verursachte Konflikt offenbar durch das dritte Pferd und seinen Reiter schnell beendet wird. Es ist schwer zu töten und zu kämpfen, wenn man vor Hunger zu schwach ist.