3,18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!
Ich rate dir, von mir
Von einer Kirche, die derart tief im Materialismus verstrickt ist – offenbar aufgrund des gesamten Reichtums der Stadt –, zu verlangen, sie solle „KAUFEN“, richtet einen anklagenden Finger auf sie und besagt, dass es ihr auf geistlicher Ebene an allem mangelt. Tatsächlich besitzt sie gerade genug an Geistlichkeit, um sie „lauwarm“ zu machen.
Unsere Sünde – nicht bekannt und vom Herrn nicht vergeben – ist unsere Nacktheit. Nur das weiße Gewand der Gerechtigkeit kann unsere Nacktheit verhüllen, wenn wir unsere weißen Kleider empfangen und anlegen.
Augensalbe dämpft das „blendende Licht der Welt“. Der Teufel kann materielle Dinge so verlockend erscheinen lassen. Zudem erfüllt die Augensalbe eine weitere Funktion: die der Heilung. Sie öffnet unser Verständnis für die Hoffnung unserer Berufung (Epheser 1,18); sie nimmt uns die Scheuklappen der Welt ab (2. Korinther 4,4–6).
Dieser Vers deutet darauf hin, dass die Lauheit von Laodizea nicht etwa die Nachlässigkeit von Christen ist, sondern vielmehr jener Zustand, Christus nicht wirklich zu kennen. Sie mögen Ihn zwar als ihren Erretter angenommen haben – ABER sie haben die Kontrolle über ihr Leben behalten; das heißt, sie haben Ihn nicht zu ihrem Herrn gemacht.
Wie ist persönlich dein heutiger geistlicher Zustand? Lauwarm – weil Er nicht der uneingeschränkte Herr und Herrscher über dein Leben ist?