3,17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.
Denn DU sprichst:
Eine Selbsteinschätzung führt meist dazu, dass wir uns selbst in ein „gutes Licht“ rücken und unsere „Fehler nicht eingestehen“. Auch wenn niemand die unangenehme Wahrheit hören möchte: Unsere Anerkennung und Bewertung kommen in Wirklichkeit vom Herrn (2. Korinther 10,12–18).
Wer materiell reich ist, dem fehlt meist der Glaube an Gott. Wer hingegen geistlich reich ist, war blind für das Eindringen „weltlicher Dinge“ – oder nahm dieses gar nicht wahr.
Christus gab uns in den Seligpreisungen (Matthäus 5,3–12) die Merkmale eines geistlichen Christen.
Die Laodizeer waren unfähig, ihren beklagenswerten Zustand – sowohl im Leib (dem Leib Christi?) als auch in der Seele (ihrer inneren Verfassung) – zu erkennen. Den Smyrnaeern hingegen wurde attestiert (Offenbarung 2,9), dass sie zwar arm seien (tatsächlich aber waren sie reich). Welch ein Kontrast zwischen diesen beiden Gemeinden! Schließlich verweist die „Nacktheit“ auf eine schamlose Art, eine vermeintlich geistliche Lebensweise zur Schau zu stellen (Offenbarung 16,15) – während das Fleisch in Wirklichkeit etwas völlig anderes treibt. Der Wandel stimmt nicht mit dem Reden überein; wir müssen die geistlichen Gewänder der Reinheit, der Gerechtigkeit und der Herrlichkeit Gottes tragen.