2,14 Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du dort solche hast, die an der Lehre Bileams[f] festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß [zur Sünde] vor die Kinder Israels zu legen, sodass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.

Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du dort solche hast, die an der Lehre Bileams[f] festhalten, der den Balak lehrte, einen Anstoß [zur Sünde] vor die Kinder Israels zu legen,

  1. sodass sie Götzenopfer aßen und

    Warum sollte das so schlimm sein? Wenn jemand Götzenopferfleisch isst, deutet das möglicherweise darauf hin, dass er diese Götzen toleriert (oder sie sogar verehrt). Gott ist ein sehr eifersüchtiger Gott. Er duldet keinen anderen Gott neben sich (2. Mose 20,3).

    Die Lehre Bileams besagte, dass Mischehen mit Heiden und ein Kompromiss in Bezug auf Götzendienst zulässig seien. Dies lässt sich in den Kapiteln 22 bis 25 des Buches Numeri nachlesen.

  2. Unzucht trieben

    Zur Zeit der Abfassung der Offenbarung trieben Männer im Rahmen der Kultprostitution sexuelle Beziehungen mit Tempelpriesterinnen. Selbst wenn sich diese Formulierung nicht auf Tempelprostitution, sondern auf geistliche Untreue bezog, ist auch dies in Gottes Augen nicht richtig. Siehe Hesekiel 23,36–39. Es ist so leicht, dem Rat von „Freunden“ zu folgen oder, weil „sie es auch tun“, die Unmoral für akzeptabel zu halten. Das stimmt nicht. Johannes ermahnt uns bereits früher in seinem Leben (1. Johannes 5,18–21), uns vor Götzen zu hüten.

[f] Bileam (= »Verschlinger des Volkes«) war ein falscher Prophet, der Israel dazu verführte, geistliche Unzucht zu begehen und sich am Götzendienst der Heidenvölker zu beteiligen, indem er die Heiden lehrte, sich mit den Israeliten zu vermischen (vgl. 4Mo 23 u. 24; 4Mo 31,8.16; 5Mo 23,6; Jos 13,22; 24,9; 2Pt 2,15; Jud 11).