Themen für Kapitel 2:
Ephesus ist die größte Stadt Kleinasiens. Paulus verbrachte hier drei Jahre auf seiner dritten Missionsreise. Dieser Aufenthalt in Ephesus fand etwa 40 Jahre vor der Niederschrift der Offenbarung statt.
Jesus lobt die Christen in Ephesus für ihre Taten und ihre Ausdauer (über diesen Zeitraum von 40 Jahren, wird angedeutet?). Doch er tadelt sie, weil sie ihre erste Liebe verlassen haben. Wenn sie nicht Buße tun, wird er den Leuchter ihrer Gemeinde entfernen.
Viele Kirchen haben heute eine ähnliche Geschichte. Die älteren Mitglieder erinnern sich an die „guten alten Zeiten“, aber ihr Eifer für den Herrn Jesus hat nachgelassen.
Das benachbarte Smyrna ist eine wunderschöne Hafenstadt. Offenbar standen sie in Konkurrenz zur Gemeinde in Ephesus. Daher erlitt diese Gemeinde Bedrängnis und Zerstörung.
Jesus hat Mitgefühl mit den Christen in Smyrna, die unter Not und Armut leiden. Sie ahnen nicht, dass das Schlimmste noch bevorsteht. Jesus schenkt ihnen hoffnungsvolle und zugleich herausfordernde Worte: „Seid treu bis in den Tod, und ich werde euch die Krone des Lebens geben.“
Diese Herausforderung steht nach wie vor jedem von uns gegenüber. Wie nimmst du diese Herausforderung an?
Pergamon liegt etwa 40 Meilen nördlich von Smyrna. Die Stadt ist bekannt für ihren Tempel des Zeus, der dort als „Pater Theos“, der Erlösergott, verehrt wird.
Es war die erste Stadt, die einen Tempel für Kaiser Augustus errichtete. Dieser Kaiserkult stellt eine ständige Bedrohung für die christliche Kirche dar, die allein Christus als Herrn und König verehrt.
Die Gemeindemitglieder von Pergamon werden von Jesus dafür gelobt, dass sie in diesem finsteren, von Götzendienst geprägten Umfeld treue Zeugen waren. Doch die Gemeinde muss diejenigen ausschließen, die für andere Gläubige ein Anstoß sind. Diese Personen müssen Buße tun. Wer dies erfolgreich tut, wird mit verborgenem Manna, einem weißen Stein und einem neuen Namen gesegnet.
Thyatira ist eine kleine Handelsstadt, etwa 65 Kilometer südöstlich von Pergamon. Sie beherbergt zahlreiche Zünfte, denen alle ihre Arbeiter angehören. Bei vielen Festlichkeiten sind die Christen Thyatiras versucht, Kompromisse beim Götzenopfergut einzugehen. Zudem war der Druck, sexuelle Freizügigkeit zuzulassen, stets präsent.
Die Gemeinde in Thyatira beweist durch ihr Handeln Liebe, Glauben und Hilfsbereitschaft. Doch sie duldet die Irrlehren Isebels über den Verzehr von Götzenopferfleisch. Und einige (wie auch heute noch in manchen Gemeinden) begingen Unmoral. Die unbußfertigen Anhänger werden an der Pest sterben. Wer diese Lehren ablehnt, muss bis zur Wiederkunft Jesu ausharren. Dann wird ihnen als den Gläubigen, die standhaft geblieben sind, Macht über ihre Unterdrücker gegeben werden.
Jesus wird ihnen auch den Morgenstern geben.